Liebe Danuta, freut mich sehr! Lass uns doch direkt einsteigen: Du bist seit 17(!) Jahren beim gleichen Arbeitgeber, dem ORF. Respekt! Das hört man selten, gerade heutzutage. Wie bist du damals eingestiegen und wie hat sich dein Aufgabengebiet entwickelt in der Zeit?
Was fasziniert dich am Marketing? Und an Marken generell?
„Im Vergleich zu einem KI-Tool haben Menschen vielleicht MĂ€ngel, aber eine KI hat auch im Vergleich zu Menschen MĂ€ngel.“
Ich glaube, dass eine starke Marke in Zukunft sogar noch wichtiger wird, um sich von all dem generischen KI-Zeug, das uns ĂŒberschwemmen wird, abzugrenzen. Wie siehst du das?
Sprechen wir ĂŒber ein âBabyâ: Der Ă3 Podcast Award! Um was geht es denn da genau?
Der Ă3-Podcast-Award ist tatsĂ€chlich mein Corona-Baby (lacht).
Wie der Name schon erahnen lĂ€sst, werden hier die zwanzig Top-Podcasts Ăsterreichs ausgezeichnet. TatsĂ€chlich gab es 2020 â als das Projekt entstanden ist – noch keinen groĂen Podcast-Preis in der öffentlichen und medialen Wahrnehmung in Ăsterreich. Und diese noch unentdeckte Chance mussten wir einfach ergreifen, denn so eine Gelegenheit gibtâs wirklich nicht mehr oft. Und die positive Resonanz aus der Podcaster-Branche und auch von den Hörer:innen war bereits im ersten Jahr ĂŒberwĂ€ltigend. Daher haben wir uns auch relativ bald dazu entschieden, den Award mit einem eigenen Podcast-Festival zu verlĂ€ngern.
Was kann man gewinnen? Und wie ist das Auswahlverfahren? Wer darf alles teilnehmen?
Die Top 3 Platzierten und der/die Newcomer of the Year erhalten jeweils wirklich schöne TrophĂ€en, wenn ich mal ein bisschen angeben darf. Aber SpaĂ beiseite, auch wenn die Pokale natĂŒrlich ein Symbol fĂŒr den Gewinn sind, haben sich unsere Gewinner:innen der letzten Jahre vor allem ĂŒber die groĂe MedienprĂ€senz gefreut. Andreas Sator, der mit seinem Podcast âErklĂ€r mir die Weltâ den allerersten Ă3-Podcast-Award fĂŒr sich entscheiden konnte, sprach in einem Interview sogar vom âĂ3-Effektâ. Seine Hörer:innen-Zahlen hatten sich nach dem Sieg verdoppelt. Eine RĂŒckmeldung, die wir durch die Bank von unseren Teilnehmer:innen erhalten und ehrlicherweise das schönste Feedback, das wir bekommen könnten.
Und das Auswahlverfahren ist simpel: Vom 22. JĂ€nner bis 16. Februar (12 Uhr) kann jede:r seinen oder ihren Lieblingspodcast auf der Ă3-Homepage nominieren. Die 30 am hĂ€ufigsten nominierten Podcasts werden von der Ă3-Redaktion und einer namhaften externen Jury, bestehend aus Branchenkennern und Podcaster:innen, bewertet. 50 Prozent der Wertung besteht dann aus den Jurypunkten und die andere HĂ€lfte ergibt sich aus der Anzahl der Hörer:innen-Nominierungen. Die Top 20 werden dann am 14. MĂ€rz im Ă3-Wecker und auf der Ă3-Homepage veröffentlicht.
Bei der Aktion können alle österreichischen Podcasts nominiert werden, d.h. Podcasts, bei denen mindestens ein:e Sprecher:in in Ăsterreich wohnt oder geboren ist, oder der in Ăsterreich aufgenommen und produziert wird.
„Je mehr Artisten, desto bunter die Manege. Und desto gröĂer ist auch der Ansporn stetig an der Perfektion des eigenen Auftritts zu arbeiten.“
Klingt super! Was fasziniert dich persönlich an Podcasts? Ist das auch eine private Leidenschaft, oder hast du da einfach eine (anfĂ€ngliche) Nische gesehen und gedacht: da mĂŒsste man was machenâŠ?
âBeiĂtâ sich Radio und Podcast nicht eigentlich? Oder ergĂ€nzt es sich aus deiner Sicht eher?
Was ist dein persönlicher Lieblings-Podcast?
Oh, da fĂ€llt es mir schwer mich zu entscheiden, weil es so viele gute Podcasts gibt. Ich bin tatsĂ€chlich immer auf der Suche nach neuem Material und mag besonders abgeschlossene Reportagen. Im letzten Jahr fand ich âBoys Clubâ, âCui Bonoâ und âDr. Red Bullâ toll. Fachlich gesehen ist der OMR Podcast von Philipp Westermeyer immer spannend, aber ich mag auch fiktionale Formate wie âAd Lucemâ oder âCase 63â.
Es ist unglaublich, wie sich das Angebot ĂŒber die letzten Jahre weiterentwickelt und professionalisiert hat. Da entdeckt man stĂ€ndig was Neues.