„Menschen greifen nun mal auf das zurück, was sie kennen. Aber genau das ist das Problem.“
Agenturmodelle – was ist das richtige Setup?
Die Kommunikationsbranche hat sich verändert. Nicht erst seit gestern, nicht erst durch KI. Und doch wirken viele Agentur-Setups noch wie aus einer anderen Zeit. Ein Kommentar von Fedja Burmeister.
Diese Expert:innen sitzen meist nicht in der Agentur. Sie müssen gezielt dazugenommen werden. Und das verändert natürlich auch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Weniger Retainer, mehr Projektlogik. In Deutschland längst angekommen, in Österreich nach wie vor die Ausnahme.
International entstehen gerade spannende Modelle. Micro-Teams, die sich dynamisch zusammensetzen. Senior, fokussiert, eng an der Marke. Kommunikation auf Augenhöhe, ohne Hierarchie-Show und ohne das klassische „Pitchteam verschwindet nach dem Auftrag“-Phänomen.
Klar, das ist weniger skalierbar. Aber dafür näher dran. An der Aufgabe, an der Lösung, an den Menschen, die entscheiden. Ich arbeite seit einem Jahr in so einem fluiden Setup. Es fordert mehr. Aber es bringt auch mehr. Mehr Präzision, mehr Relevanz, mehr Wirkung. Vielleicht nicht das Modell für alle. Aber ganz sicher das Modell für die, die es ernst meinen.