Liebe Marlies, schön, dass wir ins Gespräch kommen! Lass uns doch gerne zum Einstieg darüber sprechen, was es für dich bedeutet Künstlerin zu sein und wie hast du deine kreative Ader entdeckt?
„Als ich das Bild damals machte, hatte ich die Stimme im Hinterkopfe, die nörgelte: “Na, wer wird das schon kaufen?” Na ja, für Valentino hat es gereicht.
Die Selbstständigkeit bringt ja auch einige Herausforderungen mit sich. Welchen Weg hast du für dich gefunden damit umzugehen? Was war für dich das Schwierigste daran und spürst du, dass dich diese in deiner Kreativität beeinflussen?
Spannender Einblick! Du hast früher kulturelle Anthropologie studiert. Hast du in diesem Bereich nach dem Studium auch gearbeitet und hat dir dieses als Künstlerin irgendwie geholfen?
Im kreativen Schaffen kommen auch immer wieder einmal Blockaden auf. Hast du hier für dich einen Weg gefunden, diese zu lösen? Hast du einen Tipp?
Du hast auch schon für Valentino gearbeitet. Würdest du das als deinen größten Erfolg bezeichnen?
Gab es auch je einen Moment, wo du an deinem Potenzial gezweifelt hast? Wenn ja, wie bist du den überkommen?
„Meine eigenen Projekte sind dann von Reportagen in Richtung Kunst gewandert, weil es mir irgendwann nicht mehr gereicht hat, nur die Realität abzulichten.“
Was ist dir besonders wichtig an der Komposition deiner Fotografien?
Wie siehst du die Entwicklungen der Kunstbranche auch hinsichtlich NFTS/KI?
Hast du einen Ratschlag für alle die, die noch KünstlerInnen und FotografInnen werden wollen & was sind deine Pläne für die Zukunft?
Ich würde jedem raten, seinen eigenen Stil zu finden und seinen eigenen Weg zu gehen. Ich habe mir 100 Mal anhören müssen, dass dies und das nicht gehen wird und siehe da es ging doch.
Ich habe mir vorgenommen, wieder mutiger zu werden und meine Werke wieder mehr zu zeigen. Außerdem möchte ich seit langem wieder mehr analog arbeiten, sowohl mit Pinsel als auch mit analoger Kamera. Digital ist zwar manchmal bequem, aber wenn ich ehrlich bin: analog ist wie eine Art Entschleunigung Kur, die auch viel zufriedener macht. Und sonst freue ich mich schon wieder, wenn die Seifenblasen Saison losgeht. Vorschläge mit idyllischen Orten zum Fotografieren werden gerne entgegengenommen!